Eutiner Hospizgespräche 2017

Auch im Jahr 2017 finden unsere Eutiner Hospizgespräche wieder statt. Aus Anlass unseres 20. Geburtstages in diesem Jahr beschäftigen wir uns im Rahmen dieser Gespräche mit Aspekten unserer Arbeit in der Sterbe- und Trauerbegleitung:

16.02.2017 Krise am Lebensende – Wie kann Hospizbegleitung helfen?
16.03.2017 Wieviel Tod kann ein Begleiter tragen?
15.06.2017 Wie komme ich zur Hospizbegleitung?
16.11.2017 Wie können wir in der Trauer begleiten?

Die Gespräche finden jeweils Donnerstags um 19.30 Uhr in der Kreisbibliothek Eutin statt und stehen allen Interessierten offen. Ein Eintrittsgeld wird nicht erhoben, Spenden zur Unterstützung unserer Arbeit sind aber gern gesehen.

„Wie gehen wir mit unseren Verstorbenen um?“ – Eutiner Hospizgespräch am 19. Mai 2016

Eutiner Hospizgespräche im wahrsten Sinnen des Wortes fanden am 19. Mai in der Kreisbibliothek statt. Von Anfang an setzte der Referent des Abends Stefan Dabringhaus, Bestatter und Thanatopraktiker, darauf, die Fragen der zahlreichen Gäste zu beantworten und Kommentaren aus dem Publikum Raum zu lassen, so dass sich eine lebhafte Gesprächsrunde entwickelte, die sogar den normalen Zeitrahmen sprengte.

„Wie gehen wir mit unseren Verstorbenen um?“, war das Thema der Veranstaltung, zu der Brigitte Maas, Vorsitzende der Hospizinitiative Eutin, viele Interessierte begrüßen konnte.Etwa seit dem Jahre 2000 habe zum Thema ein Umdenken in Deutschland stattgefunden, so Dabringhaus. Dies sei auch den vielfältigen Initiativen der Hospizbewegung in Deutschland zu verdanken, die das Thema Tod und Sterben als Teil des Lebens deutlicher in das Bewusstsein gerückt hätten.

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„Leben verlängern – um jeden Preis?“ – Eutiner Hospizgespräch am 17. März 2016

Der Referent PD Dr. med. Sebastian Fetscher Chefarzt für Hämatologie, Onkologie, Immunologie und Palliativmedizin an der Sana-Klinik Lübeck warf interessante Fragen auf:

Am Beispiel Prostatakarzinom stellte sich die erste Frage: Wie gut funktioniert die gesundheitspolitische Steuerung im Verhältnis von kurativer und palliativer Medizin?

Bei einer Früherkennung von Prostatakrebs durch Vorsorgeuntersuchungen: bessere Heilungschancen und signifikant niedrigere Behandlungskosten (ca. 10.000 Euro).

Wird ein Prostatakrebs erst spät erkannt, sind die Heilungschancen niedriger und die Behandlungskosten bei notwendig gewordener palliativer Versorgung können sich auf bis zu 200.000 Euro belaufen.

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„Krebstherapie – zwischen Hoffen und Bangen“ – Eutiner Hospizgespräch am 18. Februar 2016

Rund 50 Besucher der Auftaktveranstaltung 2016 für die Eutiner Hospizgespräche waren beeindruckt von dem Vortrag „Krebstherapie – zwischen Hoffen und Bangen“ des Palliativmediziners und Chefarztes der Onkologie an der Sana Klinik Eutin, Dr. Gerd Hübner, den die Vorsitzende der Hospizinitiative Eutin, Brigitte Maas, für die Abendveranstaltung in der Kreisbibliothek gewinnen konnte.
In einem sehr lebendigen, anschaulichen und fachlich ausgezeichneten Referat führte Dr. Hübner durch die verschiedenen Phasen von Hoffen und Bangen während einer Krebserkrankung, auch im Vergleich mit der Metapher einer Eisenbahnfahrt.
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„Wenn die alten Eltern sterben“ – Eutiner Hospizgespräch am 17. November 2015

Seit dem Jahre 2010 veranstaltet die Hospizinitiative Eutin e.V. in regelmäßigen Abständen ihre Eutiner Hospizgespräche in der Kreisbibliothek. Darauf wies die Vorsitzende Brigitte Maas zum Auftakt des Vortragsabends zum Thema „Wenn die alten Eltern sterben“ bei ihrer Begrüßung hin.

Babara Dobrick beim Eutiner Hospizgespräch

Die Referentin Barbara Dobrick beschäftigte sich in ihren Ausführungen mit der Frage, was der Tod der “alten Eltern“ bei den Kindern, die sich teilweise selbst bereits in einem fortgeschrittenen Alter befinden, bewirkt.
In der Phase vor und während des Sterbens entsteht beispielsweise durch Gebrechlichkeit und Pflegeerfordernis der Eltern eine neue Nähe mit allen daraus resultierenden Problemen.
Familiengeheimnisse oder Lebenslügen können zu Irritationen führen. Das neue Singledasein eines Elternteiles und ein entsprechendes Verhalten können die Kinder ebenso verunsichern, wie plötzlich entstehende Streitigkeiten zwischen den zurückgelassenen Geschwistern.
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